Blogpost vom 20.12.2013

Mehr Mobilität durch weniger Auto

Vor mehr als einem Jahr haben wir unser Auto verkauft. Die Qualität der Mobilität hat seitdem zugenommen. Die Kosten sind deutlich gesunken.

Beispielsgrafik zu Mobilität 2.0

Über ein Jahr ist es jetzt her, dass wir unseren alten Honda Civic verkauft haben. Nicht weil er kaputt war oder weil wir Autos grundsätzlich ablehne. Vielmehr war es so, dass wir es nicht brauchten. Zumindest nicht ständig. Wir wohnen in der Stadt, fahren viele Strecken mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuß. Zur Arbeit, zum Einkaufen – alles kein Problem. Zwei bis dreimal im Monat benutzten wir das Auto, kauften etwas sperriges im Baumarkt oder besuchten Freunde und Verwandte die etwas weiter weg wohnen. Außerdem nutzten wir das Auto um in den Urlaub zu fahren. Durchschnittlich sind wir also drei Mal im Monate eine Strecke von vielleicht 25 oder 30 Kilometern mit dem Auto gefahren gefahren.

Berechnung der Mobilitätskosten
Berechnung der Mobilitätskosten

Zugegeben: Das Auto war nichts besonderes und war auch nicht viel Wert. Sagen wir 1.500 EUR. Da es ein älteres Auto war, fielen jedes Jahr die ein oder anderen Reparaturen an – neuer Auspuff, neue Bremsen und so weiter. Pro Jahr kommt man dann schnell auf 500 bis 600 EUR allein für die Instandhaltung. TÜV kommt alle zwei Jahre auch noch dazu und die Haftpflichtversicherung schlägt mit ca. 60 EUR pro Monat zu Buche. Geht man davon aus, dass so ein altes Auto vier oder fünf Jahre hält, fallen pro Monat Fixkosten von rund 130 EUR an. Die variablen Kosten wie Benzin, Parkgebühren etc. kommen natürlich noch dazu.

Der Rest der Rechnung ist einfach: Drei Strecken und 130 EUR Fixkosten jeden Monat. Jede Strecke kostete also rund 43 EUR. Plus Benzin.

Mobilität 2.0

Nachdem das Auto verkauft war, ging es darum Alternativen zu finden. Wie gesagt: Ich lehne Autos nicht grundsätzlich ab. Wir brauchen nur kein eigenes Auto, weder als ständiges Fortbewegungsmittel noch als Statussymbol. Bei uns in Hannover gibt es mehrere Carsharing Anbieter: Quicar von VW, Stadtmobil oder Flinkster von der Deutschen Bahn – um nur einige zu nennen. Für „kurze“ Fahrten haben wir uns für Quicar entschieden. Die Idee ist super, die Preise transparent und die Nutzung einfach. Quicar hat an etlichen Standorten im ganzen Stadtgebiet feste Parkplätze an denen die Autos geparkt sind. Die Türen öffnet man über einen Chip auf dem Führerschein. Reinigung, Instandhaltung, Tanken etc. übernimmt Quicar. Als Kunde muss man lediglich fahren. Bezahlt wird per Rechnung – 6 EUR für die erste halbe Stunde und 20 Cent für jede weitere Minute während man fährt (10 Cent in parkendem Zustand). Grundgebühr oder andere fixe Kosten gibt es nicht. Einziger Nachteil: Man muss das Auto vorher reservieren. Das allerdings funktioniert super einfach. Entweder online, per Telefon oder via App.

Zusammenfassend kann ich nach einen Jahr sagen, dass unsere Mobilität sich in allen Punkten verbessert hat. Wir müssen keinen Parkplatz mehr suchen, haben keine fixen Kosten, müssen uns nicht um Reparaturen, TÜV oder Versicherungen kümmern und fahren immer relativ neue und komfortable Fahrzeuge. Zudem können wir je nach Einsatzzweck die Fahrzege variieren. Quicar nutzen wir für kürzere Fahrten, wenn's in den Urlaub geht greifen wir auf normale Mietwagenanbieter zurück. Außerdem haben wir nach einem Jahr insgesamt deutlich weniger für Mobilität ausgegeben – den Kauf eines Niholas nicht mit eingerechnet. Das ist nämlich im Gegensatz zu einem alten Honda Civic relativ Wertstabil.

#Hashtag: Mobilität, Auto, Fahrrad, Carsharing

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