Beitrag vom 17.05.2026 | Lesezeit wird berechnet...
Mit dem Rennrad durchs Weserbergland: Köterberg, Gauseköte und die Grotenburg mit dem Hermannsdenkmal
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine Rennradtour durch das Weserbergland und den Teutoburger Wald. Auf der Strecke liegen drei bekannte Anstiege: der Köterberg, die Gauseköte und die Auffahrt zur Grotenburg mit dem Hermannsdenkmal – ein Klassiker der Region. Lange Rampen, schnelle Abfahrten und weite Ausblicke prägen die Runde.
Inhalt:
Höhenprofil | Tourbericht | Zusammenfassung | Fotos | Setup
Höhenprofil
Höhenprofil meiner Tour durchs Weserbergland und den Teutoburger Wald
Tourbericht
Los ging es am Sonntagmorgen um 04:19 Uhr mit der S-Bahn von Hannover nach Hameln, wo ich um kurz vor fünf ankam. Draußen wurde es langsam hell. Bis zum Sonnenaufgang dauerte es allerdings noch etwas, und so rollte ich die ersten Kilometer auf komplett leeren Landstraßen durch den kühlen Morgen. Nur hin und wieder sah ich Hasen und Rehe auf den Feldern. Gut, das ich zuhause im letzten Moment an Beleuchtung gedacht hatte.
Nach knapp 20 Kilometern überquerte ich bei Hehlen die Weser von der Ost- auf die Westseite wo es auch direkt hügeliger wurde. Kurz nach dem Örtchen Breförde fuhr ich dann noch einige hundert Meter direkt am Fluss entlang, aus dem zu dieser Zeit beindruckende Nebelschwaden aufstiegen, während im Hintergrund gerade die Sonne aufging. Ein wirklich faszinierender Anblick und genau einer der Momente, für die sich das frühe Aufstehen lohnt!
Kurz danach ging es über rund zehn Kilometer konstant bergauf zum Köterberg (496 m ü. NN), wobei ich nur bis in den gleichnamigen Ort und nicht ganz bis zum Gipfel gefahren bin.
In der dann folgenden Abfahrt war ich froh über Handschuhe, Übersocken und die zusätzliche Regenjacke, die ich mir übergezogen hatte. Mit nur rund einem Grad war es doch noch sehr frisch.
Nach der Abfahrt ging es auf schönen Radwegen, mal über Felder, mal durch Erlenwälder, in westlicher Richtung weiter in den Teutoburger Wald. Der Himmel war strahlend blau, die Sonne inzwischen aufgegangen, und nach ungefähr 75 Kilometern konnte ich auch endlich meine Regenjacke im Rucksack verstauen.
Mein Tipp: Bei längeren Tagestouren nutze ich einen kleinen Rucksack für zusätzliche Kleidung oder Verpflegung. So habe ich genug Platz, ohne Taschen am Rad montieren zu müssen.
Nach guten 100 Kilometern im Sattel ging es in den steilsten Anstieg der Tour, die Auffahrt zur Gauseköte (361 m ü. NN) mit bis zu 16 % Steigung. Der Wald hatte sich hier von Laubbäumen zu Nadelbäumen gewandelt. Nach gut vier Kilometern Anstieg folgte eine schnelle Abfahrt, auf der ich es auf knapp 90 km/h schaffte, und damit nur etwas unterhalb meiner persönlichen Rekordgeschwindigkeit von 92 km/h blieb. Anschließend sollte mich meine ursprüngliche Route durch den Bundeswehr-Übungsplatz Senne führen. Allerdings war dieser leider auf Grund von Schießübungen gesperrt, sodass ein Durchfahren nicht erlaubt – und sicherlich auch nicht sinnvoll – war.
Mir blieb nichts anderes übrig, als umzudrehen und die Tour umzuplanen. Zum Glück hatte ich im Wald Handyempfang. Im Ergebnis bedeutete die Routenanpassung, dass ich die gerade gewonnenen Höhenmeter erneut absolvieren musste. Und zusätzlich lag nun der Anstieg zum Hermannsdenkmal (386 m ü. NN) auf meiner Strecke. Ein absoluter Klassiker in der Region und wie sich herausstellte, definitiv eine lohnende Ergänzung. Sowohl im Anstieg als auch in der Abfahrt. Und vorallem im Ausblick.
Abfahrt vom Herrmannsdenkmal im Teutoburger Wald
Nachdem ich die Pässe des Teutoburger Waldes nun hinter mir gelassen hatte, ging es durch die Musikstadt Detmold, und mit inzwischem leichtem Rückenwind, zurück in Richtung Hameln.
Nach gut 6 Stunden und 167 Kilometern in den Beinen erreichte ich gegen 11:30 wieder den Bahnhof in Hameln. Die Rückfahrt nach Hannover absolvierte ich dann wieder mit der S-Bahn.
Zusammenfassung
Das Weserbergland und der Teutoburger Wald sind tolle Regionen zum Rennradfahren. Mindestens an einem Sonntagmorgen ist dort nur wenig Verkehr und es gibt es viele gut ausgebaute Radwege, die sich hervorragend mit dem Rennrad befahren lassen. Die Qualität vom Asphalt – sowohl auf den Radwegen als auch den Straßen – ist durchweg positiv. Einzige Ausnahme ist die Abfahr tauf der Nordseite des Hermannsdenkmals.
Die Landschaft ist abwechslungsreich und bietet sowohl anspruchsvolle Anstiege als auch schnelle Abfahrten. Kleiner Nachteil der ruhigen Gegend: Tankstellen und Verpflegungsmöglichkeiten sind recht selten.
- Distanz: 167 km
- Höhenmeter: 1.800 m
- Bewegungszeit: 6:10 h
- Temperatur: 1–10 °C
Fotos
Setup
Unterwegs war ich mit meinem Canyon Ultimate mit 28 mm Reifen. Die Navigation erfolgte wie immer über den Elemnt Roam von Wahoo.
Beleuchtung
- Stirnlampe
- Bontrager Flare R Rücklicht
Bekleidung
- Trägerhose (kurz)
- Trikot (kurz)
- Arm- und Beinlinge
- Weste
- Regenjacke
- Handschuhe
- Übersocken
- Helm (ABUS Gamechanger)
- Radschuhe (SHIMANO SH-RC302)
- Brille (selbsttönend)
Mini-Rucksack
- iPhone
- Mini-Stativ
- Flickzeug (Ersatzschlauch, CO₂-Kartusche, Reifenheber, Multitool)
- Marshmallow-Cornflakes-Riegel
- Isopulver