Der Weser-Radweg: Mit dem Fahrrad von Göttingen nach Hameln

Beitrag vom 03.04.2026 | Lesezeit wird berechnet...

Der Weser-Radweg: Mit dem Fahrrad von Göttingen nach Hameln

In diesem Blogpost berichte ich von meiner Tour mit dem Fahrrad von Göttingen nach Hameln und verrate dir, warum der März genau der richtige Zeitpunkt für die Fahrt auf dem Weser-Radweg für mich war.

Inhalt:
Route | HöhenprofilTourbericht | Fotos | Hilfreiche Links

Route

Meine Route führte mich auf gut 170 Kilometern von Göttingen durch den Naturpark Münden nach Hann. Münden zum Ursprung der Weser und dann immer entlang der Weser bis nach Hameln.

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Höhenprofil

Höhenprofil der Tour von Göttingen nach Hameln

Höhenprofil der Tour von Göttingen nach Hameln

Tourbericht

Landwirtschaftsweg im Naturpark Münden
Landwirtschaftsweg im Naturpark Münden

Los ging es für mich am Hauptbahnhof in Hannover mit dem Regionalzug bis nach Göttingen, wo ich nach gut 75 Minuten am Bahnhof in Göttingen in die eigentliche Tour startete. Unterwegs war ich mit meinem Scott Addict Gravel mit 45 mm Bereifung. Allerdings ist die Strecke – bis auf die ersten Kilometer raus aus Göttingen – auch gut mit dem Rennrad fahrbar. Der Weser-Radweg ohnehin.

Aus Göttingen hinaus ging es auf der „Dransfelder Rampe“ – einer stillgelegten Eisenbahnstrecke – bis nach Dransfeld und dann in den Naturpark Münden. Auf den ersten 30 Kilometern gibt es einige schöne Anstiege und Abfahrten mit über 10 % Gefälle. Insbesondere die Auffahrt nach Hermannshagen und die anschließende Abfahrt nach Hann. Münden machen richtig Spaß.

In Hann. Münden beginnt durch den Zusammenfluss von Werra und Fulda die Weser, und entlang dieser ging es nun für mich bis nach Hameln.

Beginn der Weser durch den Zusammenfluss von Werra (links) und Fulda (rechts)
Beginn der Weser durch den Zusammenfluss von Werra (links) und Fulda (rechts)

„Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen. Und hier entsteht durch diesen Kuss [...] der Weserfluss.“

Weserstein, Hann. Münden

Nach rund 45 Kilometern überquerte ich bei Veckerhagen das erste Mal die Weser. Dafür nutzte ich eine der kleinen Fähren, die immer wieder den Fluss queren und allein durch die Strömung betrieben werden. Dazu sind sie an einem über den Fluss gespannten Seil befestigt. Die Überfahrt kostet für einen Erwachsenen inkl. Fahrrad 1,50 €.

Nun ging es linksseitig der Weser weiter – immer leicht bergab und mehr oder weniger direkt neben dem Fluss. Hier, im Bereich der Oberweser, prägen Grasflächen links und rechts des Flussbetts die Landschaft, bevor sich die Hügel des Weserberglandes anschließen. Immer wieder gibt es kleinere Orte mit hübschen, oft bis ans Wasser reichenden Fachwerkhäusern. Zudem gibt es zahlreiche Schutzhütten, Fahrradreparaturstationen, Cafés, Eisdielen und andere Rastmöglichkeiten. Auffällig oft gibt es auch kleine Campingplätze direkt am Wasser auf denen zu dieser Jahreszeit allerdings überwiegend Wohnmobile ihren Platz gefunden hatten.

Auf der Überfahrt mit der kleinen Fähre von Veckerhagen nach Hemeln
Auf der Überfahrt mit der kleinen Fähre von Veckerhagen nach Hemeln

Ich wechselte im Verlauf der Tour immer wieder, nun über Brücken, die Weserseite und damit auch das Bundesland. Links ist man in Nordrhein-Westfalen, rechts in Niedersachsen.

Ab ungefähr Kilometer 80, etwa auf Höhe von Bad Karlshafen, wird die Landschaft etwas schroffer und steinige Klippen reichen fast bis ans Wasser. So geht es vorbei an Höxter und Brevörde, bevor die Landschaft ab Bodenwerder wieder deutlich flacher wird und sich die Sicht weitet.

Nach rund 170 Kilometern erreichte ich mein Ziel, den Bahnhhof von Hameln, von wo aus es für mich mit der S-Bahn zurück nach Hannover ging.

Fazit

Ganz generell ist die Tour super zu fahren – auch mit dem Rennrad. Verglichen mit anderen Flussradwegen, beispielsweise dem Leine-Radweg, fährt man fast gar nicht an der Straße und muss auch keine Umwege durch blockierende Industriegrundstücke oder Städte in Kauf nehmen. Außerdem gibt es viele Unterstell- und Rastmöglichkeiten entlang der Strecke. Vereinzelt gab es jedoch – wie auf Foto 35 und 36 zu sehen – kreative Übernachtungsmöglichkeiten für Radfahrende. 

Mein Tipp: Bei schönem Wetter und insbesondere in den warmen Monaten ist der Weser-Radweg ganz sicher sehr, sehr voll. Wenn du also sportlich unterwegs sein willst: Mach die Tour zu Beginn oder Ende des Jahres und such dir einen eher bewölkten Tag aus!

Fotos

 

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